Personalisierung
Geschrieben von: Administrator
Mittwoch, den 28. September 2011 um 20:55 Uhr

Die Personalisierung von Plastikkarten ordnet die Karten eindeutig einem Besitzer zu und ist die Grundlage der meisten Geschäftsprozesse, die auf Plastikkarten aufbauen.

Personalisierung von Plastikkarten und Laminatkarten mit BarcodeGrundsätzlich bedeutet Personalisierung das Hinzufügen eines Namens oder einer eindeutigen Nummer, die Plastikkarte und Besitzer miteinander verbinden.

In der einfachsten Variante wird nur ein Name, ein Foto oder eine Nummer auf die Karte gedruckt, die Verarbeitung der Daten erfolgt manuell.

Automatische Datenverarbeitung benötigt beispielsweise Strichcodes, Barcodes, Magnetstreifen oder Chiptechnologie, die vom einfachen Kundennummernauslesen bis zur aktiven Datenmanipulation die technische Grundlage bilden.

  • Magnetstreifen LoCo oder HiCo, 3 Spuren
  • Hochprägung
  • Lasergravur
  • Thermotransferdruck
  • Inkjet
  • Barcode
  • Unterschriftenfelder
  • Fotodruck

Magnetstreifen

Personalisierung von Plastikkarten und Laminatkarten mit MagnetstreifenEin Magnetstreifen ist ein Streifen, der mit einem magnetischen Metalloxid überzogen ist.

Üblicherweise ist ein Magnetstreifen auf der Rückseite einer Karte (z. B. Scheckkarte, EC-Karte oder Kreditkarte), deren Daten elektronisch durch einen Durchzugleser ausgelesen werden sollen.

Plastikkarten mit Magnetstreifen sind wohl die am häufigste gebrauchte Form der Datenspeicherung auf Karten.

Üblich ist der Aufbau des Magnetstreifens nach der ISO-Norm 7811. Nach dieser Norm verfügt der Magnetstreifen über eine Speicherkapazität von ca. 1024 Bit auf drei Spuren. Die Spuren 1 und 2 sind nur für den Lesebetrieb spezifiziert, auf der Spur 3 können Daten gelesen und geschrieben werden.

  • Spur 1: 76 Nutzzeichen (alphanumerisch 7 Bit/Zeichen)
  • Spur 2: 37 Nutzzeichen (numerisch 5 Bit/Zeichen)
  • Spur 3: 104 Nutzzeichen (numerisch 5 Bit/Zeichen)

 

Für Magnetstreifen gibt es zwei verschiedene Varianten. Diese werden mit HiCo (High Coercivity) und LoCo (Low Coercivity) bezeichnet. Sie unterscheiden sich in der magnetische Flussdichte mit denen sie beschrieben werden können:

  • LoCo: 30 mT (Standard, durch äußere Magnetfeldeinwirkungen können Daten gelöscht werden)
  • HiCo: 275 bis 400 mT (versehentliches Löschen nahezu ausgeschlossen, nicht mit handelsüblichen Magnetköpfen änderbar)

 

Ursprünglich wurden die Magnetstreifenkarten für die Verwendung im Bankwesen entwickelt. Auf Grund der mangelnden Sicherheit hat sich das Verwendungsgebiet inzwischen jedoch stark geändert. Magnetkarten sind heute vorwiegend im Einsatz bei:

  • Einlasskontrollen bei Konzerten,
  • in Hotels als Schlüsselersatz,
  • in Parkhäusern,
  • bei Firmen zur Arbeitszeiterfassung,
  • als Kundenkarte/Bonuskarte,
  • als Gutscheinkarte

Wiederbeschreibbare Plastikkarten

Plastikkarten, die bspw. jedes Schuljahr oder Semester neu beschrieben werden müssen, werden mit einem TRW (Thermo Rewrite) Streifen ausgestattet.

Dieser Streifen wird typischerweise 10mm breit, 20mm breit  oder vollflächig aufgebracht.

Die TRW-Folie reagiert auf verschieden temperierte Impulse, die entweder die Folie bedrucken oder den Aufdruck wieder löschen.

So kann eine Plastikkarte viele Male wieder gelöscht und neu beschriftet werden.

Als Schriftfarben stehen aufgrund der Technik die Farben schwarz und blau zur Verfügung.